22. Mai 2019 – Geschrieben von: Andreas

E-Bike-Kaufberatung

Worauf sollten Sie achten, wenn Sie ein Elektrofahrrad kaufen möchten?

Das perfekte Pedelec zu finden, kann ganz schön zeitintensiv sein. Wir haben Fakten zusammengestellt, damit Sie wissen, worauf Sie beim Kauf achten sollten. Ein günstiges E-Bike ab 1.700 Euro ist ausreichend für alle, die es nur gelegentlich und für kurze Strecken nutzen. Vielfahrer und Fahrer, die langfristig etwas von ihrem E-Bike haben wollen, sollten jedoch mehr investieren.

Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, ein normales Rad mit einem Nachrüstungs-Set zum E-Bike zu machen, müssen wir dringend davon abraten! Viele Fahrräder sind für die zusätzliche Belastung nicht geeignet. Es besteht die Gefahr, dass die Teile überlastet werden und es zu Materialschäden und damit zu Stürzen kommt. Zudem sind die Nachrüstungs-Sets oft fast so kostspielig wie ein neues E-Bike selbst.

Der gängigste Motor bei Pedelecs ist der sogenannte „Mittelmotor“, der am Tretlager montiert ist. Dadurch ist der Schwerpunkt bestens verlagert und es entsteht ein natürliches Fahrgefühl. Die günstigen Modelle sind oft mit einem Vorderradmotor ausgestattet. Da der Motor am Vorderrad jedoch ziemlich schwer ist und „zieht“, kann er das Lenkverhalten negativ beeinflussen.

Da E-Bikes bis zu 30 Kilogramm schwer sein können, sollten Sie wissen, was Sie von einem E-Bike erwarten – den so kann Gewicht gespart werden. Viele möchten ein E-Bike mit einer hohen Reichweite, dementsprechend groß und schwer ist der Akku. Wenn man nur gelegentlich, kurze Strecken fahren will, reicht ein E-Bike mit einem kleineren und leichteren Akku.

Die Reichweiten bei neuen Modellen liegen je nach Modell, unter realistischen Bedingungen, meist zwischen 55 und 120 Kilometern pro Akkuladung, jedoch nur bei Normalverbrauch. Das heißt: Wenn jemand schneller unterwegs ist, eine Steigung hochfährt, das Rad im Winter benutzt oder viel Last transportiert, verringert sich auch die Reichweite des Akkus.

Für ein Pedelec, das bis zu 25 km/h unterstützt, ist keine spezielle Versicherung nötig. Sogenannte S-Pedelecs, die bis zu 45 km/h schnell werden, müssen versichert werden und brauchen ein Kennzeichen sowie eine Fahrerlaubnis. Für beide Modelle kann sich, vor allem in großen Städten, eine Diebstahlversicherung lohnen. Wir empfehlen hierfür die Wertgarantie.

Eine Probefahrt bzw. Probefahrten sind vor dem Kauf dringend zu empfehlen? Nur so lässt sich herausfinden, welches E-Bike wirklich zu Ihnen passt. Von daher sollte ein Händler mehrere Marken im Angebot haben, damit er markenneutral beraten kann. Außerdem ist es praktisch, wenn er in der Nähe ist, damit Wartungsarbeiten schnell und einfach erledigt werden können.

Grundsätzlich empfiehlt der ADFC, E-Bikes im Fachhandel zu kaufen. Dort gibt es eine individuelle Beratung, Probefahrten sind möglich und eine detaillierte Anpassung des Rades wird vorgenommen.

Viel Spaß.

Ähnliche Beiträge

Rennräder in den Bergen
Jetzt zum Newsletter anmelden und immer auf dem Fahrenden bleiben.