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Die richtige Beleuchtung – Produkttest Frontbeleuchtung am Fahrrad

Produkttest Frontscheinwerfer Fahrrad

Alle Infos zu Fahrradbeleuchtung und ein Produkt im Test

Bei der Wahl eurer Beleuchtung geht es um die Wahl eures Blickfeldes in der Dämmerung und bei Nacht. Dahingehend thematisiert dieser Artikel die modernen Techniken der Beleuchtung und worauf es beim Kauf zu achten gilt. Anschließend wird der von Busch und Müller entworfenen Scheinwerfer Lumotec IQ-X getestet.

Die richtige Frontbeleuchtung am Fahrrad

Grundsätzlich wird ein Scheinwerfer an der Gabelbrücke oder auch am Lenker befestigt und mit dem Dynamo am Reifen oder in der Nabe verkabelt. Anschließend geht ein weiteres Kabel zum hinteren Teil des Rades, um die dortige Beleuchtung mit Strom zu versorgen. Eine mittlerweile veraltete Technik ist die normale Glühbirne, die von einem Spiegel umhüllt ist. Ein solches System ist im preisgünstigen Segment zu finden, allerdings aufgrund einer mangelnden Ausleuchtung nicht zu empfehlen. Bei modernen Scheinwerfern hingegen befindet sich eine sehr starke LED im vorderen Gehäuse und scheint auf einen im hinteren Teil des Gehäuses verbauten Spiegel. Durch eine gezielte Positionierung der verbauten Spiegel kann das Licht optimal auf die unterschiedlichen Sichtbereiche gelenkt werden. Doch aufgepasst bei der Lampenwahl - ein Scheinwerfer darf bestimmte Leuchtstärken nicht überschreiten und auch beim Einbau muss auf die richtige Position geachtet werden. Alles weitere zu den Vorgaben der Straßenvekehrsordnung haben wir hier aufgeschrieben.

Weiterhin werden immer mehr Sensoren an modernen Front Scheinwerfern verbaut, die sich an die jeweilige Fahrsituation anpassen und die Ausleuchtung optimieren. So wird unter anderem auch das Tagfahrlicht gesteuert. Bei einigen Modellen ersetzen Sensoren bereits vollständig einen Schalter zur Steuerung des Lichts (siehe Bild oben links). Bei der Wahl eures Scheinwerfers geht es dahingehend um die Stärke des Lichts, ob und welche Sensorik verbaut sein soll und ob Funktionen wie Tagfahrlicht oder Standlicht vertreten sein sollen.

Produkttest BuM Lumotec IQ-X

Ich habe mich für von Busch und Müller entworfene Scheinwerfer mit 100 Lux, der BuM Lumotec IQ-X entschieden. Dieses Modell ist sowohl in Schwarz als auch in Silber zu erwerben. Der Hersteller ermöglicht dies durch eine Technologie, die erstmals 2007 verbaut worden ist. Hierbei geht es darum, dass nicht mehr die Leuchtquelle selbst, sondern Spiegel im Scheinwerfer so positioniert werden, dass eine optimale Ausleuchtung erfolgen kann. Dies wird seit 2012 durch Prismen ermöglicht. Die Ausleuchtung ist dadurch so konstruiert worden, dass sowohl der Nah- als auch Fernbereich ausgeleuchtet ist. Dies gelingt dem Scheinwerfer nach einer optimalen Montage und Einstellung auch sehr gut, zeigt angesichts des Preises jedoch, wenn auch sehr kleine, Schwächen auf. So ist der Übergang zwischen dem Nah- und Fernbereich nicht optimal ausgeleuchtet.

Das Material allerdings ist zweifelsfrei optimal gewählt worden. Das aus Aluminium gefertigte Gehäuse dient gleichzeitig als Kühlsystem für den Scheinwerfer. Weiterhin wurden an den Seiten des Scheinwerfers drei Schlitze eingebaut, die einen kleinen Akzent am edlen und gleichzeitig schlicht gestaltetem Scheinwerfer setzen. Leider wird neben dem Halter und einem Lichtkabel zum Anschließen des hinteren Lichts kein weiteres Befestigungsmaterial, wie beispielsweise Kabelbinder oder ein Schrumpfschlauch mitgeliefert. Beim IQ-X wurde ein schöner Kompromiss aus Sensorik und einem manuellen Schalter verbaut. Die Sensorik ist hierbei verantwortlich für das Tagfahrlicht und eingebaute Kondensatoren für das Standlicht. Wenn ich hingegen das Licht vollständig ausgeschaltet haben möchte, ist dies durch die Betätigung am Schalter möglich. Dies ist durch einen Druckknopf möglich, der ebenfalls farblich (blau) untermalt worden ist. Dies kommt vor allem bei Fahrten am Abend sehr schön zur Geltung und setzt erneut einen schönen Akzent.

Abschließend ist natürlich die Frage, ob sich ein Kauf für einen Preis von 139 € tatsächlich lohnt. Insgesamt muss man dies auf das Fahrverhalten des Nutzers einschränken. Für einen Radfahrer, der nur in der Stadt unterwegs ist und prinzipiell auf beleuchteten Straßen fährt, ist ein solcher Scheinwerfer nicht zwangsläufig notwendig. Wer hingegen viel auf unbeleuchteten Strecken, wie Waldwegen oder auch Landstraßen unterwegs ist, kann einen Kauf durchaus in Erwägung ziehen. Die Ausleuchtung ist trotz der minimalen Einschränkung im Übergang von Nah und Fern zweifelsfrei auf einem sehr guten, wenn nicht sogar dem höchsten Niveau.

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